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Aktuelles

Orientierungshilfe für Berechnung von Arbeitszeiten für Küsterinnen und Küster steht hier zum Download bereit ...

Liebe Leute......

wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
dann wird`s auch keins mehr geben.
Denn wer der Hoffnung sich beraubt,
dem fehlt das Licht zum Leben.

Wenn keiner mehr darauf vertraut,
dass Wunder noch geschehen,
wie soll der Mensch in seiner Haut
sein Leiden überstehen?

 

Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
musst du`s allein riskieren:
Im Baum des Lebens, grün belaubt,
sind täglich Wunder aufzuspüren.

(Elli Michler, 1923, deutsche Lyrikerin)

Durch Geldnot in Gemeinden werden Stellen nicht neu besetzt - Alternativ übernehmen Ehrenamtliche viele Aufgaben - Kampagne will jetzt offensiv für den Berufsstand werben

Lübecker Nachrichten vom 28.08.2016 Autor: Michael Hollinde

Innenstadt Sie sind die guten Seelen von St. Marien, das Küsterehepaar Sabine und Gerd Weiß. Addiert man ihre Dienstjahre, kommen an die 50 Jahre im Küsteramt zusammen. Doch sie sorgen sich um ihren Berufsstand. Deshalb stehen sie voll und ganz hinter der neuen Kampagne des Küsterarbeitskreises (AK) der Nordkirche, mit dem Leitsatz „Ohne Küster wird es düster - ein Beruf aus Berufung“. „Wir wollen für unseren Job werben“, erklärt Marion Ratzlaff- Kretschmar, erste Vorsitzende des AK, während der letzten Sitzung in Lübeck. „Das ist nötig, weil diese Arbeitsstellen in den Kirchengemeinden aufgrund von Finanznot häufig eingeschmolzen werden“, so ihr Kollege Tobias Jahn, der als zweiter Vorsitzender fungiert. Diese Negativkurve wollen die „Berufenen“ aufhalten. Konsens im Arbeitskreis ist: Nichts gegen das Ehrenamt - aber der Küsterberuf braucht hauptamtliche Kräfte. Gesangbücher verteilen, Glocken läuten und Kerzen anzünden: Wenn man Kirchenbesucher fragt, welche Aufgaben ein Küster in einer Kirche hat, fällt den meisten die Vorbereitung des Gottesdienstes ein. Das ist bei Weitem aber nicht alles. Ihre Hauptarbeit geschieht im Hintergrund. Von der Steuerung der Heizungsanlage über die Wartung der Feuerlöscher bis hin zur Pflege der Außenbereiche und Koordination von Veranstaltungen liegen viele und vielfältige Aufgaben in ihrem Verantwortungsbereich. Sie brauchen ein großes Wissen an Arbeitssicherheit oder im Bereich Denkmalschutz. Markus Meier, der vor gut einem Jahr sein Amt am Dom aufgenommen hat, formuliert: „Wir halten die Fäden in der Hand und gucken, dass alles läuft.“ Natürlich sieht auch er die dringende Notwendigkeit hauptamtlicher Kräfte in diesem Tätigkeitsfeld - „wenn aber das Geld nicht da ist? Was dann?“ Deshalb freut er sich, dass er inzwischen von einem 15- bis 20-köpfigen Team an Ehrenamtlichen in seiner Arbeit unterstützt wird. Diese Konstellation ist also aus der Not geboren: Nachdem die beiden Dom- Küster im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen waren, gab es eine Zäsur. Der Kirchengemeinderat hatte überlegt, wie der Küsterdienst neu aufgestellt werden könnte. Die entscheidende Idee zum ehrenamtlichen Küsterteam kam dann aus den Reihen der Domwache. In ihr engagieren sich bereits seit vielen Jahren zwischen 70 und 80 Menschen, viele darüber hinaus auch im Bereich Kirchenpädagogik. Was hier hervorragend funktionierte, könnte auch im Bereich des Küsteramtes eine tragfähige Ergänzung sein. „Die Ehrenamtlichen unterstützen mich  primär in zwei Bereichen, bei der Gottesdienstvorbereitung sowie bei der Gartenpflege“, fasst der 58-Jährige zusammen. Und er resümiert: „Ich würde auf wollen, selbst wenn es eines Tages wieder das Geld für einen zweiten Hauptamtlichen geben sollte.“ Er hebt zudem hervor, dass sich durch dieses Engagement so viele Menschen mit ihrer Gemeinde verbunden fühlen. Zurück zum Küster-Arbeitskreis der Nordkirche: Im Oktober feiert er sein 40-jähriges Bestehen im Hamburger Michel. Dann wird sicherlich auch Sabine Weiß wieder dabei sein und möglicherweise eine Kerze anzünden - damit es nicht düster wird. Allround-Manager Der Küsterberuf ist kein eigentlicher Ausbildungsberuf, aber für eine Anstellung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung sollte den Tätigkeitsbereichen des Dienstes entsprechen. Durch Teilnahme an Einführungslehrgängen und Seminaren kann das erforderliche Wissen - die Bezüge - für die Arbeit in der Kirchengemeinde erworben werden. Die Landeskirche bietet in Zusammenarbeit Arbeitswelt eine Grundausbildung zum kirchlich anerkannten Küster an. Michael Hollinde

Ein Jahr ist vergangen und trotzdem haben sich alle wiedererkannt. Es ist immer ein großes „Hallo“ und es schwingt viel Freude mit beim Treffen. Nach der kleinen Andacht steht der 1. Referent auf dem Plan. Es ist Hubert Baalmann von der Kirchengewerkschaft. Er referiert über die Rechte und Pflichten von Küsterinnen und Küster. Da er uns aufgefordert hat, gleich Fragen zu stellen wenn sie auftauchen, entsteht ein aufgelockerter und interessanter Beitrag. Die Zeit verfliegt wie im Flug und dann ist schon Mittagszeit. – Ihr wisst alle, dass pünktliches Erscheinen erwünscht ist. – Nach der Pause ist  noch 1 ½ Stunde Zeit für Rechte und Pflichten, dann ist sammeln angesagt für die Fahrt zu Klaus Guthermuth´s Kirche.
Die Backsteinkirche in Zarpen ist extra für uns geheizt worden, auf dem Altar brennen die Kerzen und die Organistin ist auch für uns gekommen. Wir bestaunen die Deckenbemalung, die Bewunderungswert ist. Uns wird die Geschichte und die Besonderheiten der Kirche erläutert. Anschließend zieht es die meisten den Turm hinauf. Ich widme mich lieber dem Innern der Kirche, ebenso wie Christina. Als dem Ganzen nichts mehr hinzuzufügen ist, machen wir uns auf die Rückfahrt. Wie gewohnt treffen wir uns nach dem Abendessen im Kaminzimmer zum fröhlichen, geselligen Beisammensein. U.a. kommen wir der Funktion eines I-Phones näher. So ein Küstertreffen ist doch immer wieder sehr lehrreich!

Gut geschlafen, ausgeruht und gestärkt, widmen wir uns der Schaukastengestaltung. Keiner von uns kann zunächst etwas damit anfangen. Ich dachte, dass wir dieses Thema in 1 – 1 1/2 Stunden abhandeln könnten. Aber weit gefehlt. Kathleen Plümer versucht uns zu sensibilisieren, was vormittags einigermaßen gelingt. Nach der Mittagspause scheucht sie uns dann aber in 4 Gruppen hoch und wir müssen anhand von gezogenen Sprüchen jeweils 1 oder 2 Schaukastendekorationen herstellen. Gar nicht so einfach und doch haben es alle sehr gut geschafft. Abends lassen wir den Tag erneut im Kaminzimmer ausklingen.


Der nächste Vormittag lässt uns über das Thema „Moderne Medien in der Kommunikation“ nachdenken. Wir beleuchten intensiv mit Hauke Gertz, ob es für uns in der heutigen Zeit ein Fluch oder ein Segen ist mit den Medien umzugehen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gibt es den gewohnten Reisesegen und schon ist die Rüstzeit wieder vorbei. Wie schnell das doch immer wieder geht. Aber wie heißt es so schön: „Nach dem Küstertreffen ist vor dem Küstertreffen.

 

Gundel Purgold

Küsterin der Jacobi-Kirche, Lübeck