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Portfolio Thomas Konradt

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Thomas Konradt. Ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und wohne in Ludwigslust. Ludwigslust ist eine Kleinstadt südlich von Schwerin.

Seit 10 Jahren arbeite ich als Küster in der Stadtkirchengemeinde Ludwigslust, nachdem ich anfangs Maschinenbauer gelernt und in diesem Beruf auch gearbeitet habe. Später folgten Jahre im Baumarkt und später 13 Jahre auf dem Bau als Kranfahrer und Einschaler (Betonbau).

Unsere Gemeinde  ist eine Ortsgemeinde, in der ca. 2000 Mitglieder sind. Zu unseren Gemeindeobjekten gehören die Stadtkirche, das Gemeinde- und das Pfarrhaus.
Mein Aufgabenbereich umfasst die Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste sowie aller anderen Veranstaltungen, alle Reinigungsarbeiten in den Gebäuden und der Außenanlagen, Begleitung von Baumaßnahmen, Vorbereitung und Begleitung von kleinen und großen Konzerten und vieles andere mehr.
In Ludwigslust ist die barocke Anlage zwischen Stadtkirche und Schloß noch vollständig erhalten. Außerdem ist die Kirche in vielerlei Hinsicht etwas besonderes, da sie nicht in der typischen Ost-West-Ausrichtung steht, und man beim Eintritt in die Kirche von dem außergewöhnlichen monumentalen Altarbild überrascht ist. Um sich dieses anzuschauen, machen sich jährlich knapp 20.000 Besucher auf den Weg. Die Öffnungszeiten werden zur Hälfte von Mitgliedern des Fördervereines und zum anderen Teil von mir abgesichert.

Höhepunkt und größte logistische Herausforderung im Kirchenjahr ist der Heilig Abend mit seinen 3 Christvespern, dem enormen Besucheransturm (17 Uhr über 700 Besucher) und den Umräumarbeiten (Bühnenaufbau und -abbau) zwischen den Christvespern.

An meinem Beruf fasziniert mich immer wieder die Vielfältigkeit der Arbeiten. Man weiss nie, was auf einen zukommt. Oft ist auch Improvisation und viel Fantasie nötig. Spannend  und bereichernd ist auch die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Menschen. Seit diesem Jahr gibt es ein Team von 3 ehrenamtlichen Küstern, die mich im Urlaub und im Frei vertreten.

Während meiner Arbeit im Vorstand des Küsterarbeitskreises der Nordkirche und bei den Küsterrüsten nutze ich gerne den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen.

Besonders schön ist es für mich, am 25.12. nach den Christvespern gegen  0.30 Uhr oder nach einem großen Festspielkonzert noch einen Augenblick ganz alleine  in der Kirche  zu verweilen und die Ruhe und Atmosphäre des Raumes  auf mich wirken zu lassen.