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Bericht vom Konvent Ostholstein

Bericht vom Küsterkonvent im Kirchenkreis Ostholstein
Am 06. Oktober 2021 machten wir uns bei strahlend schönem Herbstwetter auf den
Weg nach Neukirchen bei Heiligenhafen. Dort fand der erste Küsterkonvent für die
Kolleginnen und Kollegen aus dem Kirchenkreis Ostholstein statt. Zuletzt hatten wir
im Dezember 2019 zusammengesessen. Dank der Mithilfe unseres Kollegen
Wolfgang Thomas aus Neukirchen durften wir uns im Rahmen der 3G-Regeln unter
fast normalen Bedingungen treffen.
Der Tag begann mit einer Andacht, gehalten von Pastor Michael Thermann
(unterstützt durch den Kollegen Wolfgang und Frau Thermann). In seiner Ansprache
befasste sich Pastor Thermann intensiv mit dem Küsterberuf und dessen Zukunft in
einer Kirchenwelt, die sich so sehr im Umbruch befindet. Das Projekt „Prozess 2025“,
in dessen Verlauf auch die Kirchengemeinden Ostholsteins zu sogenannten
Regionen fusioniert werden, ist ein Gespenst, das auch uns Küster*innen umtreibt.
Nach dem gemeinsam von Pastor Thermann und Wolfgang gesprochenen Segen
bekamen wir von Frau Gesine Thermann noch ein Gospel-Medley mit auf den Weg
in das weitere Programm.
Im Anschluss an die Andacht ging es auf einen kleinen Rundgang durch Kirche und
das umliegende Anwesen, so dass wir einen Eindruck von dem zu pflegenden Areal
bekamen.
Da der Gemeindesaal der Kirche schon durch Vorbereitungen für eine
Nachmittagsveranstaltung belegt war, durften wir im Gemeindehaus der politischen
Gemeinde Platz nehmen zu einem reichhaltigen Frühstück. Bevor wir es uns aber
schmecken lassen konnten, ergriff Silke Rüting die Gelegenheit, unserer Kollegin
Ingrid Weißbach aus Ratekau einen Blumenstrauß als Dank für ihre langjährige
Mitarbeit im Küsterarbeitskreis zu überreichen. Für Ingrid, die u. a. aus
gesundheitlichen Gründen zurücktrat, ist der Kollege Henning Bohm aus Bad
Schwartau nachgerückt.
Wir hatten an diesem Tag das große Glück, gleich zwei Gastredner in Neukirchen
begrüßen zu können. Tobias Jahn vom Vorstand des Küsterarbeitskreises berichtete
uns von den geplanten Umstrukturierungen im KDA und im Landeskirchenamt.
Leider gibt es seit einiger Zeit Probleme in der Kommunikation zwischen KÜAK und
dem Landeskirchenamt. Das führt zu langwierigen und leider oft unergiebigen
Gesprächen zwischen dem Vorstand des KÜAK und dem LKA/KDA. Wir hoffen, dass
dem Vorstand nicht „die Puste“ ausgeht und sie dieses unerfreuliche Kapitel mit
einem Happy End werden schließen können. Ebenfalls zu Gast hatten wir Regina
Praetorius, 1. Vorsitzende der MAV im Kirchenkreis Ostholstein. Sie brachte als
Unterstützung den Kollegen Markus Zipper aus Stockelsdorf mit, der auch in der
MAV tätig ist und sich in unseren Aufgabengebieten besser auskennt. Hauptsächlich
ging es um die Fragen: „Darf mich mein Arbeitgeber in Situationen wie jetzt in der
Pandemie in Zwangsurlaub schicken?“ und „Wie werden Stunden berechnet, wenn
ein gesetzlicher Feiertag auf den Sonntag fällt?“ Hierzu kurze Infos: Der Arbeitgeber
darf uns nicht in Zwangsurlaub schicken. Er darf auch den Urlaub nicht zerstückeln.
Ihr als Küster*innen dürft frei entscheiden, wann Ihr Urlaub nehmen möchtet. Und
wurde dieser Euch bewilligt gibt es keinen Grund, diesen Urlaub zu Gunsten des
Arbeitgebers zu verschieben. Fest steht: Es stehen Euch mindestens zwei Wochen
durchgängige Urlaubszeit zur Erholung und Wiederherstellung Eurer Arbeitskraft zu.
Zum Thema gesetzlicher Feiertag am Sonntag muss man leider sagen, dass es
hierfür keinen zusätzlichen freien Tag in der Woche gibt. Hier wird damit
argumentiert, dass der Sonntag nun einmal ein „normaler“ Arbeitstag für uns
Küster*innen ist.
Es wurde viel diskutiert in dieser Runde. Immer wieder wird deutlich, woran es bei
allem organisatorischen Handeln von oben fehlt: der Kontakt zur Basis, also zu uns
Küster*innen, wird gemieden, dadurch entsteht ein freudloses Klima in unserem
Berufsstand. Außerdem macht sich bei vielen das Gefühl breit, dass man die
Küster*innen ohnehin von Seiten der Verwaltung für entbehrlich hält.
Die Zeit verging wie im Fluge. Unser Kollege Henning Bohm hatte sich für den
Abschluss eine Andacht überlegt, die er uns aber aufgrund der fortgeschrittenen
Stunde nicht mehr vortragen konnte. Wir wurden aber mit einem sehr stimmigen
Reisesegen von Henning verabschiedet. Und die vorbereitete Andacht ist nur
aufgeschoben, nicht aufgehoben. Denn wenn alles gut geht, werden wir aufgrund der
vielen noch zu klärenden Fragen im Dezember, spätestens aber im Januar nächsten
Jahres, den nächsten Konvent abhalten.
Bericht von Sonja Woest, Küsterin der KG Hohenstein und Berufsgruppensprecherin im KÜAK der
Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland für den KK Ostholstein

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