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Auf dem Bild mittig Markus Bauer, an seiner Seite die Berufsgruppensprecher                                                 Henning Bohm und Sonja Woest.

Am Sonntag, dem 01. November 2020, wurde in einem Gottesdienst in der Heiligenhafener Stadtkirche das Dienstjubiläum unseres Kollegen Markus Bauer gewürdigt. Im Verlauf des Gottesdienstes, den Pastor Michael Franke leitete, gratulierten ihm der KGR, der Küsterarbeitskreis und Pastor Franke. In den Ansprachen wurde deutlich, wie sehr das Engagement und die Menschlichkeit des Kollegen geschätzt werden.                                                                                                            

Markus Bauer war zunächst als Zivildienstleistender in der Kirchengemeinde Heiligenhafen tätig, bevor er am 01. November 1995 seinen Dienst als  jüngster Küster der (damals noch) Nordelbischen Kirche antrat. Er ist der Gemeinde und dem Gotteshaus sehr verbunden, und dies zeigt sich in seiner Beliebtheit und in der Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wird. Vor einiger Zeit hat Markus auch eine Ausbildung zum Prädikanten erfolgreich absolviert und unterstützt nun die Pastoren in ihrem Dienst. Wir, Henning Bohm und Sonja Woest, überbrachten dem Kollegen Markus die herzlichsten Glück- und Segenswünsche des Küsterarbeitskreises der Ev.-Luth. Kirche Norddeutschlands, verbunden mit der Übergabe einer Urkunde und eines Geschenkes.                                                                                                                     Lieber Markus, auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank für Deinen schon geleisteten Dienst und Gottes Segen für die weiteren Jahre in Deiner Kirchengemeinde!    Text und Bild von Sonja Woest, Küsterin KG Hohenstein/BGS KK Ostholstein                                  

Ein klitzekleines Virus bringt unser Leben nun schon seit Monaten durcheinander – und wird es wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile tun. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war es unvorstellbar, nur an einem Tag in der Woche, oder sogar gar nicht zur Schule zu gehen, dass Geschäfte geschlossen bleiben oder, wenn sie geöffnet haben, nur mit Mund-Nasen-Schutz zu betreten sind oder seine Freunde nicht oder nur auf Abstand sehen zu können. Und obwohl das Thema Corona unsere Medien gerade beherrscht und die Welt über kaum etwas anderes zu sprechen scheint, fühlt sich die Situation trotzdem auch nach Monaten noch immer sehr seltsam an.

Im Januar 2020 wurde zum ersten Mal eine Corona-Infektion in Deutschland bestätigt. Seitdem hat das Virus für jeden Menschen im Land das Leben verändert. Das fängt im ganz Kleinen an, beim Lächeln hinter der Maske - und endet bei den großen Fragen nach der Zukunft. So viele Einschränkungen, oder lieber möchte ich es Veränderungen nennen, bringt diese Pandemie mit sich. Restaurants, Kinos und diverse Geschäfte blieben über Wochen geschlossen. In Geschäften, öffentlichen Einrichtungen und in vielen anderen Situationen muss man eine Maske tragen die Mund und Nase bedeckt. In vielen Institutionen wurden „Einbahnstraßen“ eingerichtet damit man möglichst wenig direkte Kontaktpunkte zu anderen Menschen hat.

Auch wir Küsterinnen und Küster mussten uns auf einen völlig neuen Arbeitsablauf einstellen. Bei uns in Hemmingstedt durften wir ab dem 13. März 2020 keine Gottesdienste, Trauerfeiern oder andere Amtshandlungen durchführen. Sämtliche Veranstaltungen wie Seniorennachmittag, Frauenfrühstück, Jungschar und Männerkochkurs sind bis jetzt abgesagt. Lediglich der ein oder andere Ausschuss kann, unter Einhaltung diverser Auflagen, abgehalten werden.

Am Pfingstsonntag fand bei uns dann wieder der erste Gottesdienst statt. Diesen feierten wir gegenüber von der Kirche, draußen, auf dem Schützenplatz. Normalerweise steht über Pfingsten dort ein Festzelt, weil das große Volksfest, das Bürgervogelschießen, stattfindet. Dort wird dann normalerweise auch der Gottesdienst gefeiert. Seitdem feiern wir immer, sofern das Wetter mitspielt, draußen Gottesdienst. Auf der Wiese vor der Kirche ist ausreichend Platz damit der nötige Abstand zwischen den Besuchern eingehalten werden kann und dort darf dann auch gesungen werden. In jedem Fall müssen Teilnehmerlisten geführt werden und immer und für jeden Besucher muss Handdesinfektionsmittel bereit stehen. Der Duft von Desinfektionsmittel gehört mittlerweile zum Alltag. Aber Meckern und Klagen bringt da auch nichts, ich persönlich bin ein stets positiv denkender Mensch. Ich versuche immer und bei allem das Gute zu sehen. Und auch Corona bringt, meine Meinung, etwas Positives mit sich.

Ich persönlich habe mich zum Beispiel über die viele Zeit gefreut die ich geschenkt bekommen habe. Dadurch dass sämtliche Veranstaltungen und andere Normalitäten nicht gestattet waren hatte ich plötzlich richtig viel freie Zeit. Ich hatte abends und am Wochenende plötzlich gar nichts vor. Ich habe die Zeit nutzen können um unser lang geplantes Gartenhaus zu bauen. Und auch jetzt, ein gutes halbes Jahr später, fühle ich mich immer noch entschleunigt. In die Zukunft schaue ich positiv. Ich glaube dass uns Corona immer ein Stück weit begleiten wird und dass die Lockerungen auch noch etwas auf sich warten lassen werden. Das halte ich auch für sehr sinnvoll, solange man noch nicht genau mit diesem Virus umzugehen weiß. Sehr gespannt bin ich, wie viel von der alten Normalität vor der Pandemie, wir nach den Lockerungen erwarten können/dürfen.

Bei uns in Hemmingstedt konnte ich feststellen, dass ganz viele Menschen für andere, hauptsächlich ältere, da waren. Sie haben Einkäufe oder Botengänge erledigt, nette Gespräche geführt um die Langeweile oder Einsamkeit zu erleichtern oder einfach mal angefragt ob alles in Ordnung ist. Das ist eine der Veränderungen von denen ich mir wünschen würde dass sie bleiben. Dann hoffe ich das Veranstaltungen wie Seniorennachmittag, Frauenfrühstück und Jungschar wieder stattfinden können und mindestens genau so gut besucht werden wie vorher.

Ich wünsche allen das sie behütet durch diese „andere“ Zeit kommen und vor allem gesund bleiben.

Stefan Dercks, Küster der Kirchengemeinde Hemmingstedt,

Berufsgruppensprecher im Kirchenkreis Dithmarschen

Das ursprüngliche Jahrestreffen von DEK (Dt. Ev. Küsterbund) sollte im Mai 2020 stattfinden. Bedingt durch Corona konnte im September zur Jahreshauptversammlung eingeladen werden. 16 Teilnehmende - und dazu fünf Gäste - erlebten die Tagung unter Beachtung der Corona-Vorgaben und mit dem entsprechenden Mund-Nasen-Schutz (auch Maultasche oder Schnutenpulli genannt) weitgehend "normal". Treffpunkt war die "Ebernburg" im Nahetal bei Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz, ringsum eine einladende Landschaft mit Flusslauf und Weinbergen und Sonnenschein. Ursprünglich ist die Burg aus dem 13. Jahrhundert, die heutigen Bauten stammen aber zum größten Teil aus dem 18./19. Jahrhundert. Über die Geschichte dieser Ritterburg haben wir von unserem früheren DEK-Delegierten Carsten Schwöbel aus Frankfurt Interessantes gehört. Es war eine spannende Einführung in unser Tagungsprogramm, die wir gerne mit lebhaften Fragen und Beifall unterstützten.

Zu dem jährlichen Treffen des Verbandes gehören Regularien, wie der Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden, der Kassenbericht und die Entlastung des Vorstandes. Wichtig sind auch die Erfahrungsberichte aus den verschiedenen Landesverbänden. In diesem Jahr standen auch noch Neuwahlen für den Vorstand wieder auf dem Programm. Lothar Püster hat als 1. Vorsitzender zu den Aufgaben im vergangenen Jahr berichtet und die aktuelle Situation des DEK erläutert. Es wurde vom Stand beim Kirchentag in Dortmund berichtet, aber auch von verschiedenen Treffen in Landesverbänden zu Jubiläen oder größeren Veranstaltungen. Schatzmeister Thomas Krebs gab über die Kassenbewegungen und den aktuellen Kontostand detailliert Bericht. Die Kasse ist wohl geordnet und ausgeglichen. Die Kassenprüfung hat dies bestätigt. Der gesamte Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Spannend und sehr informativ sind die Berichte der Delegierten aus dem jeweiligen Landesverband. Überall zeigen sich Schwierigkeiten bei Nachfolgebesetzungen. Auch die Beschäftigung von ehrenamtlichen Personen nimmt deutlich zu. Über die Für und Wider gab es intensive und sehr unterschiedliche Diskussionen, das zeigt die hohe Aktualität im Einsatz. Das Thema wird sicherlich weiterhin hohe Beachtung finden sowohl in den Verbänden als auch im DEK.

Sowohl der 1. Vorsitzende, Lothar Püster, als auch der stellvertretende Vorsitzende, Volker Jentzsch, wollen für die nachfolgende Wahl nicht mehr kandidieren. Beide wurden einstimmig in den Wahlausschuss gewählt. Sieben Personen standen als Wahlkandidaten bereit. Vor der Wahl wurde eine Reduzierung des Vorstandes um zwei Beisitzer beschlossen, es mussten also fünf Personen gewählt werden. Nach der Auszählung und Bekanntgabe der schriftlichen Wahl gab es eine konstituierende Sitzung für den neuen Vorstand mit diesem Ergebnis:

+ 1. Vorsitzender: Johannes Künzel, Westfalen-Lippe

+ 2.Vorsitzende: Sabine Schneider-Wagner, Kurhessen-Waldeck

+ Schatzmeister: Thomas Krebs, Baden

+ Schriftführer: Tilman Kreh, Württemberg

+ Beisitzerin: Astrid Temmelmann, Hannover

Die Gewählten nehmen die Wahl an und werden in den kommenden vier Jahren die Verantwortung im DEK übernehmen. Vielen Dank für die Bereitschaft. Vom bisherigen und dem kümftigen Vorstand wurden für Vergangenheit und Zukunft Dankesworte ausgesprochen. Am Abreisetag gab es noch eine sehr ansprechende Predigt von Pfarrerin Dr. Melanie Beiner, Oberkirchenrätin in Hessen-Nassau, die auf viele Besonderheiten in unserem Berufsstand humorvoll eingegangen ist. Natürlich war es ein Gottesdienst mit Abstand und nur Gerätemusik. Es waren inhaltsreiche Tage und Besprechungen und es wurden die Weichen für die Zukunft neu ausgerichtet. Viel Glück, Erfolg und Gottes Segen mögen die Wegbegleiter sein.

Foto und Text von Volker Schwartz, bisheriger Schriftführer, Württemberg

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Wer es lieber hören möchte klicke hier: http://kirche.ws/archive/202008

Heute am 21.04.2020 erleben wir, wie ein Virus die Menschheit im Griff hat, nie zuvor haben wir uns vorstellen können, dass so etwas passiert und praktisch alles zum Stillstand kommt. Was Greta Thunberg in den vergangenen Jahren forderte war unvorstellbar umgesetzt zu werden, doch nun ist dieser Virus Corona ( COVID 19 ) über uns gekommen und plötzlich geht es, Flugzeuge bleiben am Boden, Menschen müssen zu Hause bleiben, Arbeit ruht! Seit einigen Wochen geht es so, und nun seit gestern sind erste Lockerungen aktiv, gestern haben erste Geschäfte wieder geöffnet, heute schreiben die jungen Menschen Abitur hier in Schleswig-Holstein. Alles mit Abstand und weiteren Sicherheitsvorkehrungen. Unsere Kanzlerin Frau Merkel warnt vor Übermut und mögliche notwendige Maßnahmen im Falle eines Rückfalls. Gerade einmal 5 Wochen und schon können wir alle es nicht aushalten, persönlich psychosozial, weil wir im Homeoffice sind und gleichzeitig die Kinder zu Hause haben, weil sie nicht in den Kindergarten oder die Schule gehen dürfen, weil die Ansteckungsgefahr offensichtlich zu groß ist. Aber auch aus wirtschaftlichen Gründen, weil viele überhaupt keinen Umsatz generieren, so die gesamte Tourismusbranche, die hier für Schleswig-Holstein und für Ostholstein äußerst wichtig ist. Trotz der staatlichen Soforthilfeprogramme befürchten die Ersten Insolvenzen. Jetzt schon, nach so kurzer Zeit. Und die Wissenschaftler sagen, es wird dauern, dauern bis es einen Impfstoff gibt, wie will man die Zahl der Infizierten niedrig halten, wenn gleichzeitig die Menschen sich nach Normalität sehnen.

Seit Wochen schönster Sonnenschein. Die Bauern klagen: kein Regen. Schon letztes Jahr gab es große Diskussionen um Bienensterben, heute steht in der Zeitung: „ Das Blaumeisen sterben erreicht den Norden“.  Die Liste der negativen Nachrichten könnte ich durchaus weiter fortsetzen, doch irgendwie erschrickt mich dies alles nicht so, wie man vielleicht erwarten sollte. Die Bibel, unser Leitwert spricht von solchen Zeiten, was kann ich da überrascht sein, wenn wir es erleben. Das hat es wohl noch nie gegeben, keine Gottesdienste, nicht einmal zu Ostern, weil die Angst vor der Verbreitung des Virus so groß ist! Da erreicht mich gerade während ich hier schreibe eine Mail von Pastor Boysen, Gemeinde im Aufwind, ich will hier nur einen Satz zitieren: „ Offensichtlich ist das Bewusstsein nicht mehr vorhanden, dass der Staat nicht in den engen Kreis der "hoheitlichen" Aufgaben der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingreifen darf (Art. 140 GG).“ Endlich, einer der es ausspricht. Es war und ist unerträglich, dass wir keine Gottesdienste feiern!

Sie, die nun die Zeilen finden haben auf jeden Fall diese Zeit überlebt, so wie wir unsere Vorfahren und die Pest überlebt haben. Das Ende der Welt wurde immer wieder vorausgesagt, doch erleben wir, „ es geht immer weiter“. Was ist also mit dem jüngsten Tag, der Sehnsucht nach Erfüllung der Schrift? In meiner Sozialisation bin ich auf Theologen gestoßen, die sprachen davon, dass das Reich Gottes hier auf Erden beginnt, Gott ist in Jesus Mensch geworden. Auch bleibt die Verbundenheit mit meinen gestorbenen Eltern, als wenn Sie tatsächlich im „ Himmel “ sind. Ja ich spüre, sie sind nicht weg. Psychologisch gesehen bewegen sich diese Erfahrungen in der Spannung von Tillmann Moser „ Gottesvergiftung “ und der damit verbundenen Einengung, dem erhobenen Zeigefinger „ Gott sieht alles “, dem Vertrösten auf später, und er Freude auf das ewige Leben, ohne Angst und Sorge.

Wenn wir Menschen tatsächlich dazu lernen würden, so ließen wir die Flugzeuge am Boden, zumindest die Masse, wir würde unser Leben so organisieren, dass wir nicht mehr tagtäglich 100 Kilometer zur Arbeit hin und wieder zurückfahren. Wir sollten begreifen, dass Geld nicht der wichtigste Wert ist, sondern tatsächlich unser Seelenheil. Was bleibt denn, wenn du spürst, dein Leben, dein Körper kann nicht mehr, am Ende bleibt nur der Tod für das hier irdisch. Und so wissen wir vielleicht schon, neben dem irdischen gibt es noch etwas anderes, nennen wir es Jenseits und Diesseits, Yin und Yang, auf jeden Fall bin ich sicher, entgegen der Position, das alles vorbei ist, dass da noch etwas ist, wir Christen haben mit Ostern Hoffnung auf etwas, dass uns trägt und Mut macht für Morgen. Selbst wenn unser individuelles Leben hier auf der Erde zu Ende geht, so sind wir Christen gewiss, dass da etwas kommt, was wir Menschen nicht beschreiben und erklären können, dass es bei Gott sein wird.

Ich danke für mich und meine Kolleginnen und Kollegen für unsere Arbeitsstelle.
Gibt Du Herr uns Kraft,
richtige Worte und ein gutes Einfühlen,
in all die schwierigen Situationen die uns begegnen

Danke Herr für die vielen guten Jahre!

Segne Du unser Handeln
laß leuchten Dein Angesicht über uns
und gibt uns Frieden!

Amen

Die Grundausbildung 2020/2021 ist voll belegt. Anmeldungen die jetzt noch eingehen, werden auf die Warteliste gesetzt, falls jemand ausfällt, rückt er/sie auf oder werden für die Grundausbildung 2021/2022 vorgemerkt.

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