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Viele Friedhöfe sind mit einer Entwicklung konfrontiert, die eine Herausforderung an die Gestaltung und für die Wirtschaftlichkeit darstellt: Durch alternative Bestattungsformen ändert sich die Nachfrage, Flächen werden frei und können nicht wieder belegt werden, die Einnahmesituation verschlechtert sich, ohne dass die Kosten im gleichen Maß sinken. Randgrün und Überhangflächen müssen gepflegt und die gesamte Infrastruktur muss erhalten werden, ohne dass eine Refinanzierung durch Gebühreneinnahmen gegeben ist.
Lässt sich aus der Not eine Tugend machen? Können Friedhofsüberhangflächen für eine ökologische Aufwertung und zur Verbesserung der Attraktivität genutzt werden, ohne dass gleichzeitig die Kosten steigen? In diesem Seminar vermitteln Ihnen zwei erfahrene kirchliche Umweltreferenten einen theoretischen Einstieg in diese überaus wichtige Thematik. Auf dem Büdelsdorfer Friedhof besichtigen wir Ansaatflächen aus der Initiative „Schleswig-Holstein blüht auf“ und diskutieren die praktischen Herausforderungen einer optimalen Friedhofsentwicklungsplanung. Themen:
 Ökologische und kostengünstige Bewirtschaftung von Friedhöfen
 Richtige Pflanzenauswahl für Randgrün, Überhangflächen, Grabanlagen
 Hilfen zum optimierten Flächenmanagement
 Anregungen zum Umweltmanagement auf Friedhöfen

Um 9:00 Uhr morgens, bei strahlend schönem Herbstwetter, trafen wir uns mit 14 Küsterinnen und Küstern und dem Diakon Jochen Papke vom KDA vor der Kirche in Gleschendorf. In der Kirche wurden wir herzlich begrüßt von unserer Kollegin und unseren Kollegen sowie Pastor Rasmussen aus der Kirchengemeinde Gleschendorf.

Mit einer Andacht, gehalten von Pastor Rasmussen, stimmten wir uns auf unser Thema des Konvents ein: Advent. Wir hörten Texte zum Thema Advent und sangen zwei Lieder: „Die Nacht ist vorgedrungen“ und „Macht hoch die Tür“.

Im Anschluß an die Andacht begaben wir uns zu einem gemeinsamen Frühstück ins Gemeindehaus; bevor wir uns allerdings den kulinarischen Genüssen hingaben, wurde die Kollegin Silke Rüting aus der Kirchengemeinde Süsel zu ihrem 10jährigen Dienstjubiläum mit einer Urkunde, überreicht von Jochen Papke, beglückwünscht.
Danach stürzten wir uns auf die liebevoll angerichteten Platten und Brötchen. Natürlich wurde die Zeit nicht nur zur Nahrungsaufnahme genutzt – es gibt schließlich immer Themen, zu denen man sich gerne einmal mit den Kollegen austauscht!

Nachdem der größte (Wissens-) Hunger und Durst gestillt war, brachte uns der Kollege Henning Bohm Adventsbräuche aus aller Welt näher, d. h. aus den Teilen der Welt, die eine Adventszeit kennen. Dabei lernten wir u. a., dass in vielen Ländern (wie z.B. in Skandinavien) heidnische Gestalten wie Trolle und Hexen ihren festen Platz in den traditionellen Adventsbräuchen haben. Es ist interessant zu sehen, was es für Gegensätze, aber durchaus auch für Parallelen in den Bräuchen in aller Welt gibt. Danke für die vielen tollen Informationen!

Damit wir auch handwerklich noch ein wenig gefordert waren, hatte die liebe Britta Ding aus Gleschendorf uns eine süße Bastelei mitgebracht: aus Draht, Perlen und viel Geschick konnte jeder Kollege einen Engel zusammenstellen, der, mit einem kleinen Spruch versehen, an liebe Mitmenschen verschenkt werden kann. Herzlichen Dank für diese tolle Idee! Die meisten von uns widmeten sich dieser Aufgabe mit Feuereifer und zeigten stolz ihre Ergebnisse vor.

Gegen Ende des Treffens gab es noch, angeregt von Jochen Papke, eine angeregte Diskussion zum Thema „Kerzen in der Kirche“; in den nächsten Jahren soll, aus brandschutztechnischen Gründen, der Einsatz von echten Kerzen in Kirchen und anderen öffentliche Gebäuden möglichst weit reduziert, vielleicht sogar komplett untersagt werden. Gerade jetzt in der Adventszeit, in der ja viele Veranstaltungen in unseren Kirchen stattfinden, kommen auch mehr Kerzen zum Einsatz als im Rest des Kirchenjahres; natürlich sind wir uns alle der Gefahren bewusst, die diese Form der Beleuchtung mit sich bringt; aber gerade die Kerzen auf dem Altar sollten doch das „lebendige Licht“ weiterrepräsentieren dürfen – so war jedenfalls die vorherrschende Meinung. Ebenfalls thematisiert wurde die Unsitte, unsere Kirchen gerade zu dieser Zeit oftmals zu stark zusätzlich zu bestuhlen – meist werden zum Heiligen Abend deutlich mehr Plätze angeboten, als aus sicherheitstechnischen Gründen haltbar wären. Wenn dann auch noch Gemeindeglieder zusätzlich Stühle „aufrüsten“, wird es oftmals heikel. Hier würden sich viele Kollegen mehr Unterstützung von Pastoren und Kirchenvorstehern wünschen, die diese Eigenmächtigkeiten der Besucher mit zu unterbinden helfen.

Leider geht so ein Vormittag wie im Fluge vorbei. Zum Abschluss unseres Treffens las uns Christiane Protzel noch die wunderschöne Geschichte der drei Bäume vor, die alle im Leben Jesu eine Rolle spielen sollten, nachdem man sie gefällt hatte. Als Bauholz für eine Krippe, als Planken für ein Boot und letztendlich dann als Holz, aus dem das Kreuz gefertigt wurde an dem Jesu für uns alle starb. Danach gab uns Manfred Manthey noch Gedanken zum Thema „Adventszeit – Gott kommt als Mensch in die Welt“ mit auf den Weg; mit dem Vers 14 aus Jesaja 7 „Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben“. In der Gewissheit, dass dieses Kind als unser aller Erlöser in die Welt kam und uns errettet von aller Not, in dem Begreifen, dass dies alles mit dem Kind in der Krippe uns geschenkt wurde und wir dieses Wunder jedes Jahr aufs Neue begreifen und feiern dürfen, sollten wir die Adventszeit freudig genießen. Mit diesen Worten und den besten Wünschen für die Advents- und Weihnachtszeit verabschiedete uns Manfred in unseren Alltag. Dafür herzlichen Dank! Es wurde dann noch kurz überlegt, wann und wo unser nächster Küsterkonvent stattfinden wird. Im Gespräch ist der Mai 2019. Näheres wird dann zeitnah bekannt gegeben.

verfasst von Sonja Woest ( Küsterin in der Kirchengemeinde Hohenstein

 

Küsterkonvent im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg am 19. September 2018

Insgesamt waren 10 haupt- und ehrenamtliche Küster*innen der Einladung zum Küsterkonvent gefolgt. Die Mitarbeitervertretung war mit 3 Personen dabei, sowie Marion Ratzlaff-Kretschmar, 1. Vorsitzende des Küsterarbeitskreis der Nordkirche.

Nach einer Andacht, gehalten von Pröpstin Kallis wurde während des Kaffeetrinkens Silke Falk aus der Kirchengemeinde Siebenbäumen zur 2. Berufsgruppensprecherin des Kirchenkreises von den Anwesenden berufen.

Es entwickelte sich eine rege Frage- und Antwortstunde, zu verschiedenen Themen; unter anderem wurde eine Fortbildung zum Küsterwesen für Ehrenamtliche im Kirchenkreis gewünscht.

Ein entsprechender Ablauf wurde Frau Kallis mittlerweile zugeschickt (10.10.18).

Weitere Angebote z. B. die Ersthelferausbildung, könnten in einer Kirchengemeinde für mehrere Kirchengemeinden zusammen durchgeführt werden.

Am Ende waren sich alle einig, es war ein schöner Nachmittag, der viel zu schnell verging und nächstes Jahr wiederholt werden sollte.

Der Küsterkonvent des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg 2018 fand in St. Nikolai zu Flensburg statt. Auf dem Programm standen u.a. eine Schulung zum Einsatz von tragbarem Löschgerät und Umweltthemen für Kirche und Friedhof, wie „Effizientes Heizen und Lüften“ und „Sparsamer Umgang mit Strom“, aber auch das Insektensterben wurde thematisiert, und ein eingener Tagesordnungspunkt eingerichtet „ökologische Gestaltung von Friedhöfen und Kirchplätzen“.

Zu dem Konvent meldeten sich 37 Küsterinnen und Küster, Friedhofswartinnnen und Friedhofswarte im Ehren- und Hauptsamt an. Mit den fünf Referenten war der Konvent sehr gut besucht und brachte somit das „Große Südermarkt Zimmer“- einen der Gemeindesäle im „Alten Pastorat“ der Kirchengemeinde St. Nikolai an seine Grenzen.

Pünktlich begann der Konvent in der Nikolai-Kirche mit einer Andacht, die von der Pröpstin Carmen Rahlf und dem Kirchenmusikdirektor Michael Mages gestaltet wurde. Direkt im Anschluss an die Andacht, präsentierte KMD Michael Mages die große Woehl mit einer kurzen Einführung zum Instrument und einem - beinahe für Küster geschriebenen - Stück

„Carillon de Westminster“ von Louis Vierne.

Im Anschluss ging es direkt mit dem nächsten Tagesordnungspunkt weiter, dem Imbiss und Austausch. Dieser fand sein turbulentes Ende mit der technisch-theoretischen Einweisung in Löschgerät von Herrn Höfert, von der Firma Total Feuerschutz GmbH. Trotz Regenwetter wurde die lebhafte theoretische Einweisung im Pastoratshof praktisch umgesetzt und dort hatte jeder die Gelegenheit einen Feuerlöscher in die Hand zu nehmen selbst einmal auszulösen.

Nach der Abkühlung im Pastoratshof ging es mit den Themen effizientes Heizen und Lüften weiter, die Referenten Jürgen Nielsen – Energiemanagement des KK SL-FL und Insa Krempin – Klimaschutzbeauftragte des KK SL-FL führten durch das Thema. Aber auch das Thema sparsamer Umgang mit Strom wurde thematisiert. Hierfür wurde unteranderem der Umbau Nikolaikirche zu Flensburg auf LED als Beispiel gelungener Einsparung angeführt.

Auf den Technischen Teil des Konvent folgte, der biologische – kreative Teil. Das Insektensterben ist in aller Munde und wurde daher als eigener Tagesordnungspunkt aufgenommen - der insektenfreundlichen Gestaltung von Friedhöfen und Kirchplätzen. Frau Dr. Julia Hermann aus dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde stellte ihre Arbeit an den Friedhöfen im dortigen Kirchenkreis vor und traf auf offene Ohren. Zahlreiche Nachfragen und ein angeregter Austausch über Alternativen zur klassischen Rasenfläche rundeten das Thema ab. Frau Dr. Hermann wurde gebeten, nach der Umsetzung ihrer noch zum Teil in der Planung befindlichen Projekte, erneut zu einem Konvent zu kommen um über die daraus gewonnen Erfahrungen zu berichten.

Der Konvent endete wie vorgesehen und wurde für noch Interessierte mit einer Turmführung abgeschlossen.

Die Berufsgruppensprecher Jochen Cordsen, Jan Woytack und Karin Borngräber, danken für die rege Teilnahme und die gute Stimmung und hoffen auf Rückmeldungen und Themenvorschläge für den Konvent 2019.

Am 17.9.2018 trafen sich ca. 20 Küster/innen zum Küsterkonvent in der Peter Paul Kirche Bad Oldesloe.

Propst Dr. Havemann begrüßte den Konvent mit einer Andacht. Musikalisch hoch professionell begleitet wurde die Andacht von Henning Münther.

Nach der Begrüßung begann das erste Thema: Schnittstelle Küster/Kirchenmusik.

Ein hochinteressanter Vortrag vom Kantor Henning Münther.

Anschließend stellte sich der neue Klimaschutzmanager des Kirchenkreises Plön-Segeberg vor und beantwortete diverse Fragen zum Klimaziel der Nordkirche.

Marion Ratzlaff Kretschmar stellte im Anschluss einige aktuelle Veranstaltungen vor, wie z.B. den Küstertag im Michel, sowie die Exkursion im Juni 2019 nach Lübeck.

Abgerundet wurde der Küsterkonvent mit einer Historischen Stadtführung rund um die Peter Paul Kirche.

Es war ein interessanter Vormittag, der ruhig etwas länger sein dürfte.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Klempau + Werner Jansen

Sie ist die jüngste Küsterin in der Nordkirche: Melina Bluhm. Soeben 19 Jahre jung geworden, hat die Oberstufenschülerin aus Schönberg einen verantwortungsvollen Job übernommen. Sie bereitet die Gottesdienste in der St.-Marien-Kapelle in Schönberg bei Sandesneben vor und nach, zündet Kerzen an, verteilt Gesangbücher, achtet auf Sauberkeit in der und um die Kapelle und dekoriert besonders jetzt in der Konfirmationszeit Blumengestecke kaufen und die Kapelle dekorieren. „Diese Arbeit macht mir riesigen Spaß und meine erste Konfirmation mit voller Kapelle habe ich gerade gemeistert“, strahlt die junge Frau, die nach der Schule Lehramt studieren möchte. Der nächste Gottesdienst, den sie vorbereitet, ist am Pfingstsonntag, 20. Mai 2018, um 10.15 Uhr.

Melina Bluhm ist in die Fußstapfen ihres Großonkels Herbert Bluhm getreten, der nach 55 Jahren als Küster in den Ruhestand ging. Der 85-Jährige schmunzelt: „Melina muss schon ihr Leben lang Küsterin bleiben, wenn sie meinen Rekord brechen will“. Er finde es sehr gut, dass der Job in der Familie bleibt. „Sie ist eine würdige Nachfolgerin“. Und da Herbert Bluhm um die Ecke wohnt, komme er immer wieder mal gucken, ob alles rund läuft.

Die Idee, dass die Schülerin, die seit acht Jahren Saxophon spielt, nebenbei als Küsterin arbeitet, hatten sowohl Melina als auch Herbert Bluhm: „Herbert ist wie ein Opa für mich, und ich bin von Kindesbeinen an mit der Kapelle und allem was dazu gehört, sehr vertraut. Ich bin hier getauft und konfirmiert, meine Eltern wurden hier getraut und ich habe schon früh meinem Großonkel geholfen“. Seit November teilten sich Herbert und Melina Bluhm den Küster-Dienst, seit Februar arbeitet die Schülerin autark. Die Rückmeldungen der Kapellenbesucher seien positiv: „Von den meisten bekomme ich ein: Das hast du gut gemacht!“, freut sich die Schönbergerin, die seit 2015 auch den Konfirmandenunterricht und die Jugendgruppe der Kirchengemeinde mitleitet.

Für sie wäre es schön, wenn sie einen Studienplatz in der Nähe bekäme. Denn: „Dann kann ich weiter als Küsterin arbeiten“. Melina Bluhm lacht, verabschiedet sich und geht mit ihrem Großonkel, der gerade eine Pause vom Rasenmähen macht, ein Eis essen.

BU: Melina Bluhm tritt in die Fußstapfen von Großonkel Herbert Bluhm, der 55 Jahre lang Küster an der St.-Marien-Kapelle in Schönberg war.

Text und Fotos: Steffi Niemann

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