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Über Tobias Jahn

Küster der HK. St. Michaelis zu Hamburg 2. Vorsitzender des Küsterarbeitskreis in der Nordkirche Berufsgruppensprecher des Kirchenkreises Hamburg-Ost Küster seit September 1992



Auf dem Bild mittig Markus Bauer, an seiner Seite die Berufsgruppensprecher                                                 Henning Bohm und Sonja Woest.

Am Sonntag, dem 01. November 2020, wurde in einem Gottesdienst in der Heiligenhafener Stadtkirche das Dienstjubiläum unseres Kollegen Markus Bauer gewürdigt. Im Verlauf des Gottesdienstes, den Pastor Michael Franke leitete, gratulierten ihm der KGR, der Küsterarbeitskreis und Pastor Franke. In den Ansprachen wurde deutlich, wie sehr das Engagement und die Menschlichkeit des Kollegen geschätzt werden.                                                                                                            

Markus Bauer war zunächst als Zivildienstleistender in der Kirchengemeinde Heiligenhafen tätig, bevor er am 01. November 1995 seinen Dienst als  jüngster Küster der (damals noch) Nordelbischen Kirche antrat. Er ist der Gemeinde und dem Gotteshaus sehr verbunden, und dies zeigt sich in seiner Beliebtheit und in der Wertschätzung, die ihm entgegengebracht wird. Vor einiger Zeit hat Markus auch eine Ausbildung zum Prädikanten erfolgreich absolviert und unterstützt nun die Pastoren in ihrem Dienst. Wir, Henning Bohm und Sonja Woest, überbrachten dem Kollegen Markus die herzlichsten Glück- und Segenswünsche des Küsterarbeitskreises der Ev.-Luth. Kirche Norddeutschlands, verbunden mit der Übergabe einer Urkunde und eines Geschenkes.                                                                                                                     Lieber Markus, auf diesem Wege noch einmal herzlichen Dank für Deinen schon geleisteten Dienst und Gottes Segen für die weiteren Jahre in Deiner Kirchengemeinde!    Text und Bild von Sonja Woest, Küsterin KG Hohenstein/BGS KK Ostholstein                                  

Ein klitzekleines Virus bringt unser Leben nun schon seit Monaten durcheinander – und wird es wahrscheinlich auch noch eine ganze Weile tun. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war es unvorstellbar, nur an einem Tag in der Woche, oder sogar gar nicht zur Schule zu gehen, dass Geschäfte geschlossen bleiben oder, wenn sie geöffnet haben, nur mit Mund-Nasen-Schutz zu betreten sind oder seine Freunde nicht oder nur auf Abstand sehen zu können. Und obwohl das Thema Corona unsere Medien gerade beherrscht und die Welt über kaum etwas anderes zu sprechen scheint, fühlt sich die Situation trotzdem auch nach Monaten noch immer sehr seltsam an.

Im Januar 2020 wurde zum ersten Mal eine Corona-Infektion in Deutschland bestätigt. Seitdem hat das Virus für jeden Menschen im Land das Leben verändert. Das fängt im ganz Kleinen an, beim Lächeln hinter der Maske - und endet bei den großen Fragen nach der Zukunft. So viele Einschränkungen, oder lieber möchte ich es Veränderungen nennen, bringt diese Pandemie mit sich. Restaurants, Kinos und diverse Geschäfte blieben über Wochen geschlossen. In Geschäften, öffentlichen Einrichtungen und in vielen anderen Situationen muss man eine Maske tragen die Mund und Nase bedeckt. In vielen Institutionen wurden „Einbahnstraßen“ eingerichtet damit man möglichst wenig direkte Kontaktpunkte zu anderen Menschen hat.

Auch wir Küsterinnen und Küster mussten uns auf einen völlig neuen Arbeitsablauf einstellen. Bei uns in Hemmingstedt durften wir ab dem 13. März 2020 keine Gottesdienste, Trauerfeiern oder andere Amtshandlungen durchführen. Sämtliche Veranstaltungen wie Seniorennachmittag, Frauenfrühstück, Jungschar und Männerkochkurs sind bis jetzt abgesagt. Lediglich der ein oder andere Ausschuss kann, unter Einhaltung diverser Auflagen, abgehalten werden.

Am Pfingstsonntag fand bei uns dann wieder der erste Gottesdienst statt. Diesen feierten wir gegenüber von der Kirche, draußen, auf dem Schützenplatz. Normalerweise steht über Pfingsten dort ein Festzelt, weil das große Volksfest, das Bürgervogelschießen, stattfindet. Dort wird dann normalerweise auch der Gottesdienst gefeiert. Seitdem feiern wir immer, sofern das Wetter mitspielt, draußen Gottesdienst. Auf der Wiese vor der Kirche ist ausreichend Platz damit der nötige Abstand zwischen den Besuchern eingehalten werden kann und dort darf dann auch gesungen werden. In jedem Fall müssen Teilnehmerlisten geführt werden und immer und für jeden Besucher muss Handdesinfektionsmittel bereit stehen. Der Duft von Desinfektionsmittel gehört mittlerweile zum Alltag. Aber Meckern und Klagen bringt da auch nichts, ich persönlich bin ein stets positiv denkender Mensch. Ich versuche immer und bei allem das Gute zu sehen. Und auch Corona bringt, meine Meinung, etwas Positives mit sich.

Ich persönlich habe mich zum Beispiel über die viele Zeit gefreut die ich geschenkt bekommen habe. Dadurch dass sämtliche Veranstaltungen und andere Normalitäten nicht gestattet waren hatte ich plötzlich richtig viel freie Zeit. Ich hatte abends und am Wochenende plötzlich gar nichts vor. Ich habe die Zeit nutzen können um unser lang geplantes Gartenhaus zu bauen. Und auch jetzt, ein gutes halbes Jahr später, fühle ich mich immer noch entschleunigt. In die Zukunft schaue ich positiv. Ich glaube dass uns Corona immer ein Stück weit begleiten wird und dass die Lockerungen auch noch etwas auf sich warten lassen werden. Das halte ich auch für sehr sinnvoll, solange man noch nicht genau mit diesem Virus umzugehen weiß. Sehr gespannt bin ich, wie viel von der alten Normalität vor der Pandemie, wir nach den Lockerungen erwarten können/dürfen.

Bei uns in Hemmingstedt konnte ich feststellen, dass ganz viele Menschen für andere, hauptsächlich ältere, da waren. Sie haben Einkäufe oder Botengänge erledigt, nette Gespräche geführt um die Langeweile oder Einsamkeit zu erleichtern oder einfach mal angefragt ob alles in Ordnung ist. Das ist eine der Veränderungen von denen ich mir wünschen würde dass sie bleiben. Dann hoffe ich das Veranstaltungen wie Seniorennachmittag, Frauenfrühstück und Jungschar wieder stattfinden können und mindestens genau so gut besucht werden wie vorher.

Ich wünsche allen das sie behütet durch diese „andere“ Zeit kommen und vor allem gesund bleiben.

Stefan Dercks, Küster der Kirchengemeinde Hemmingstedt,

Berufsgruppensprecher im Kirchenkreis Dithmarschen


Am 23.02.2020 wurde der Kollege Richard Krenz nach fast 22-jähriger Tätigkeit als Küster und Friedhofsverwalter in der Kirchengemeinde Sörup von Pastor Scholz mit einem musikalischen Gottesdienst verabschiedet.
Im anschließendem Empfang wurde einem an Hand der Grußworte bewusst, dass hier eine Ära zu Ende gegangen ist. Herr Krenz hat seine Tätigkeit nicht nur ausgeführt, sondern mit viel Herzblut, sei es in der Kirche oder auf dem Friedhof mit Eigeninitiative gestaltet. Seine Stelle wird erfreulicherweise sogar aufgewertet in dem für den Friedhofsbereich eine volle Stelle geschaffen wurde und zusätzlich im Küsterbereich eine Stelle von 12 Stunden.
Die Vorsitzende des Evangelisch-Lutherischen Küsterarbeitskreis der Nordkirche Marion Ratzlaff-Kretschmar und der Berufsgruppensprecher des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg Jan Woytack übermittelten die besten Wünsche zum Ruhestand

Antworten auf aktuelle Fragen

1. Müssen wir Urlaub nehmen?

Nein, definitiv nicht. Der Arbeitgeber kann nicht über die Lage des Urlaubs einseitig bestimmen und auch nicht auf den Urlaub zugreifen. Unter der Voraussetzung, dass jemand aus dem Kollegenkreis Urlaub genommen hat, dieser durch den Arbeitgeber bewilligt wurde, muss dieser ihn auch antreten. Ein Verschieben ist durch den Arbeitgeber nicht möglich.

2. Kolleginnen/Kollegen, die Stundenzettel führen und nur die geleisteten Stunden erhalten - Gibt es hier einen Verdienstausfall? Können wir diese Stunden/Tage trotzdem aufschreiben?

Hier kommt es darauf an, in welchem Arbeitsverhältnis und in welcher Form diese Stundenzettel erfolgen. Wenn die Kolleginnen und Kollegen als Freiberufliche eine Rechnung aufgrund der Stundenzettel schreiben, geht dieses leider ausschließlich zu Lasten der Kolleginnen und Kollegen. Wenn der Stundenzettel nur ein Arbeitsnachweis ist und ich trotzdem eine Grundvergütung erhalte, dann ist dieses ein Arbeitsausfall, der aber keinen Verdienstausfall nach sich zieht. Also muss mit den Kolleginnen und Kollegen gesprochen werden, in welchem Arbeitsverhältnis/freiberuflichen Verhältnis diese stehen.

3. Werden wir in Zwangsurlaub geschickt, der auf regulären Urlaub angerechnet wird?

Die Antwort wie 1: Nein! Zwangsurlaub gibt es nicht. Der Arbeitgeber kann den Mitarbeiter freistellen und dann für ihn z.B. Kurzarbeitergeld beantragen.

4. Wenn Reinigungskräfte/Hausmeister/Küster statt der vorgeschriebenen Wochenstundenarbeitszeit nur einige davon arbeiten können, sind die restlichen Wochenstunden dann Minusstunden?

Nein, der Hausmeister, Küster oder die Reinigungskraft muss seine Arbeitskraft anbieten. Wenn der Arbeitgeber keine Arbeit für sie oder ihn hat, kann der Arbeitgeber ihn unter Fortzahlung der Bezüge freistellen. Auch hier würde gegebenenfalls ein anteiliges Kurzarbeitergeld über den Arbeitgeber möglich sein.

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